Die Leistungsfähigkeit des Unterhaltsverpflichteten ist begrenzt durch den so genannten Selbstbehalt. Es handelt sich dabei um einen Betrag, den der Unterhaltsverpflichtete für seinen eigenen Unterhalt benötigt. Er entspricht damit dem monatlich notwendigen Eigenbedarf. Allerdings gibt es keinen einheitlichen Betrag. Dies würde dem unterschiedlichen Lebenszuschnitt der jeweiligen Ehe und den sich daraus ergebenden dauerhaften Belastungen der geschiedenen Ehegatten widersprechen. Allerdings orientieren sich die Gerichte oft zur Bestimmung der Höhe des Selbstbehaltes an dem notwendigen Selbstbehalt als unterste Grenze. Dieser liegt momentan nach der Düsseldorfer Tabelle seit dem 01.07.2005 bei 770,00 € für den Nichterwerbstätigen und bei 890,00€ für den Erwerbstätigen. In den neuen Bundesländern wird in der Regel ein niedrigerer notwendiger Selbstbehalt angesetzt, der für Erwerbstätige bei 820,00 € und für Nichterwerbstätige bei 710,00 € liegt. Allerdings kann sich der notwendige Selbstbehalt unter Berücksichtigung der Besonderheiten eines jeden Falls durchaus erhöhen. Eine Veränderung der Düsseldorfer Tabelle erfolgt zum 01.07.2007.

Stand: 28.05.2006   Quelle: Nordkurier