Die von Ihnen genannten Beträge betreffen zwei unterschiedliche Bereiche. Der Betrag von 165,00 € stellt eine geldwerte Grenze für Arbeitslosengeld-II-Empfänger dar. Das Arbeitslosengeld II wird unverändert weitergezahlt, wenn die Grenze von 165,00 € nicht überschritten wird. Damit hat der Arbeitslosengeld II-Empfänger die Möglichkeit, für 1,50 € pro Stunde 5 Stunden am Tag, maximal jedoch für 165,00 € im Monat, einen Hinzuverdienst zu erzielen.

Der Betrag von 400,00 € bildet die Grenze für die Sozialversicherungsfreiheit der so genannten „geringfügig Beschäftigten“. Eine geringfügige Beschäftigung liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt 400,00 € im Monat nicht übersteigt oder wenn die Beschäftigung von vornherein auf nicht länger als 2 Monate oder 50 Arbeitstage pro Kalenderjahr befristet ist. Grundsätzlich gilt, dass Personen, die gegen Entgelt beschäftigt werden, in der gesetzlichen Sozialversicherung gegen die Risiken von Arbeitslosigkeit, Pflegebedürftigkeit und Krankheit abzusichern sind und zudem durch Beiträge zur Rentenversicherung einen Rentenanspruch erwerben. Bei den geringfügig Beschäftigten gilt dieser Grundsatz nicht. Der Arbeitgeber hat allerdings trotzdem Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung zu entrichten.

Stand: 28.05.2006   Quelle: Nordkurier