Zur Bestimmung der zulässigen täglichen Arbeitszeit in einem Ausbildungsverhältnis ist zunächst zu unterscheiden, ob der Auszubildende unter oder mindestens 18 Jahre als ist. Jugendliche unter 18 Jahren brauchen einen besonderen Schutz und dürfen deshalb in der Regel täglich nicht mehr als acht Stunden beschäftigt werden. Die wöchentliche Beschäftigungszeit darf 40 Stunden nicht überschreiten. Ist der Auszubildende mindestens 18 Jahre alt, beträgt die höchstzulässige wöchentliche Arbeitszeit 48 Stunden. Die tägliche Arbeitszeit kann auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Sollte sich nun herausstellen, dass die tatsächlich geleisteten Stunden die beschriebenen Höchstarbeitszeiten überschreiten, liegen Überstunden vor, die durch Freizeitausgleich oder besondere Vergütung abgegolten werden müssen. Das sollte beim Arbeitgeber geltend gemacht werden.

Eine Kündigung im Ausbildungsverhältnis ist während der Probezeit von beiden Seiten jederzeit ohne Einhaltung einer jeglichen Kündigungsfrist schriftlich möglich. Nach der Probezeit ist eine Kündigung grundsätzlich ausgeschlossen. Ausnahmen bestehen in zwei Fällen: a) Der Auszubildende selbst gibt die Berufsausbildung auf. Das Ausbildungsverhältnis kann dann gemäß § 22 BBIG unter Einhaltung einer vierwöchigen Kündigungsfrist schriftlich gekündigt werden. b)  Das Ausbildungsverhältnis wird von einer Seite außerordentlich aus wichtigem Grund gekündigt.

Stand: 06.07.2006   Quelle: Nordkurier