Startseite
Zur Kanzlei
Leistungen
Kosten
im Arbeitsrecht
im Mietrecht
im Verwaltungsrecht
im Sozialrecht
im Verkehrsrecht
Recht - aktuell
Recht - hilfreich
Recht - interessant
Recht - gefragt
VDGN
Kontakt
Impressum
Datenschutzhinweise
Im Arbeitsrecht wird das Anwaltshonorar aus zwei Faktoren berechnet: dem Gegenstandswert und der auftragsgemäß entfalteten Tätigkeit. Unter dem Gegenstandswert einer Angelegenheit versteht man den objektiven Geldwert oder das wirtschaftliche Interesse des Auftraggebers.
 
Bei der auftragsgemäß entfalteten Tätigkeit wird unterschieden zwischen interner Tätigkeit (Beratungsmandat, z.B. Beratung des Mandanten oder Erstellung eines Gutachtens), außergerichtlicher Tätigkeit nach außen hin (Vertretungsmandat, z.B. Korrespondenz mit dem Gegner) und gerichtlicher Tätigkeit (Prozessmandat).
interne Tätigkeit
nur gegenüber dem Mandanten (Beratungsmandat)
Seit dem 01.07.2006 wird die Höhe der Gebühr für die Beratung gegenüber dem Mandanten durch das RVG nicht mehr vorgeschrieben. Für interne Tätigkeit, also eine mündliche oder schriftliche Beratung, erhält der Rechtsanwalt entweder die mit dem Mandanten vereinbarte Gebühr oder die übliche Vergütung. In der Kanzlei Dulitz fallen in der Regel zwischen 50,00 € bis 190,00 € an.
aussergerichtliche Tätigkeit
gegenüber den Mandanten und Dritten (Vertretungsmandat)
Bei außergerichtlicher Tätigkeit nach außen hin können folgende Gebühren anfallen:

- eine Geschäftsgebühr (0,5 bis 2,5 gem. Nr. 2300 VV RVG aus dem Gegenstandswert);

- eine Einigungsgebühr (1,5 gem. Nr. 1000 VV RVG aus dem Gegenstandswert), wenn der Anwalt beim Abschluss eines Vertrages mitgewirkt hat, durch den der Streit beigelegt wird

gerichtliche Tätigkeit
Kommt es zu einem Prozess (oder wurde Prozessauftrag erteilt), so erhält der Anwalt für die erste Instanz nach Teil 3 des Vergütungsverzeichnisses bis zu 3,5 Gebühren, berechnet nach dem jeweiligen Streitwert, den das Gericht festsetzt. Welche Art von Gebühren anfallen, hängt von bestimmten Voraussetzungen ab. Folgende Gebühren können entstehen:

-   eine 1,3 Verfahrensgebühr gem. Nr. 3100 VV RVG;

- eine 1,2 Terminsgebühr für die Wahrnehmung von Terminen gem. Nr. 3104 VV RVG;

-   eine 1,0 Einigungsgebühr, Nrn. 1000, 1003 VV RVG für die Mitwirkung des Anwalts an einem Vertrag, durch den der Streit beigelegt wird.

Diese Gebühren fallen in jeder Instanz an. Im Berufungsverfahren erhöht sich die Verfahrensgebühr auf 1,6, die Terminsgebühr bleibt bei 1,2. Die Einigungsgebühr beträgt 1,3.Für die Vertretung mehrerer Auftraggeber erhöht sich die Geschäftsgebühr bzw. die Verfahrensgebühr um 0,3 für jede weitere Person. Die außergerichtlich entstandene Geschäftsgebühr wird auf die gerichtliche Verfahrensgebühr nur zur Hälfte, max. mit 0,75 angerechnet. Wenn der Anwalt zuerst außergerichtlich und dann gerichtlich in derselben Angelegenheit tätig wird, muss der Mandant also neben den Gebühren für die gerichtliche Tätigkeit nur einen Teil der Geschäftsgebühr für die außergerichtliche Tätigkeit zahlen. Neben den jeweiligen Gebühren erhält der Anwalt für seine Auslagen eine Auslagenpauschale von max. 20,- Euro. Außerdem muss die jeweilige Mehrwertsteuer berechnet werden, die an das Finanzamt abgeführt wird. Wenn Sie den Prozess gewinnen, muss der Verlierer diese Kosten erstatten.

Besonderheiten
Im Arbeitsrecht gilt in der I. Instanz nicht der Grundsatz, dass der Verlierer dem Gewinner die Kosten zu erstatten hat. Mithin trägt im Arbeitsrecht in der I. Instanz jede Partei seine eigenen Anwaltskosten. Anders verhält es sich bei den Gerichtskosten. Diese hat der Verlierer zu tragen.
(Quelle: Anwaltsvergütung - Ein kurzer Leitfaden, Herausgeber. Bundesrechtsanwaltskammer, Littenstr. 9, 10179 Berlin, 2. Auflage 2004, Stand: 01.07.2004)