Der Vermerk im Testament ist theoretisch möglich, aber praktisch gesehen nicht umsetzbar, da das Testament oft erst Wochen nach dem Tod eröffnet wird, d.h. dann, wenn die Beerdigung schon stattgefunden hat. Insofern ist der so genannte Bestattungsvorsorgevertrag die bessere Lösung. Dieser Vertrag wird zwischen Ihnen und einem Bestattungsunternehmen Ihrer Wahl abgeschlossen, um alle Einzelheiten der Bestattung zu regeln, zum Beispiel, welchen Sarg man haben möchte, was in der Traueranzeige stehen soll, wie die Trauerfeier abläuft, welcher Pfarrer spricht, ob ein Chor singt etc. Gleichzeitig wird der Preis festgelegt. Sollte sich das Bestattungsunternehmen eine Preiserhöhung vorbehalten haben, ist diese nur zulässig, wenn die Gründe zur Preiserhöhung mit festgehalten wurden. Eine Bezahlung der Kosten im Voraus ist sehr leichtsinnig. Zum einen könnte das Bestattungsunternehmen Insolvenz anmelden, zum anderen könnte es problematisch werden, wenn der zukünftige Erblasser den Vertrag kündigen möchte und das Unternehmen die Auszahlung des Geldes verweigert. Insofern sollte darauf geachtet werden, dass der Vertrag ohne finanzielle Nachteile jederzeit kündbar ist und die Beerdigungskosten durch beispielsweise ein Sparbuch mit Sperrvermerk oder durch Führung eines Treuhandkontos gesichert sind.

Um zu verhindern, dass nach dem Tod geldgierige Erben den Vertrag eigenmächtig kündigen, um so an die eingesparten Beerdigungskosten zu kommen, ist dem Bestatter eine spezielle Vollmacht zu erteilen. Diese Vollmacht gilt auch nach dem Tod weiter und ist dann unwiderruflich.

Stand: 09.06.2005   Quelle: Nordkurier